Da liegt noch ein bißchen was rum

IKEA war so eine halb gute Idee

Von vielen wurden wir gewarnt, keine Küche von IKEA zu kaufen. Das wäre alles nicht so doll und man muss es selber aufbauen und so weiter. Wir haben nicht auf diese Leute gehört. Ich dachte mir, IKEA Möbel bekomme ich wohl noch aufgebaut. Was soll daran schon so schwer sein? Na ja…

Ich hatte Recht! Es wäre wirklich nicht so schwer. Wenn man weis man tun muss, ist das Alles recht simpel. WENN! Denn leider sind die Anleitungen für IKEA Küchen nicht so einleuchtend wie sie sein könnten (oder sollten).

Fast jeder Schrank hat Aufbauvarianten. Sei es nun ob der Eckschrank links oder rechts ausgerichtet sein soll. Oder wie der Schrank ganz allgemein befestigt werden muss. Ein Wandschrank wird logischer Weise anders fixiert als ein Schrank in einer Kücheninsel.

Da die Aufbauanleitungen ausschließlich aus den bekannten Piktogrammen bestehen, geht da leider die eine oder andere essentielle Information unter. Oder ist auf einem kleinen Bild nur schwer zu erkennen.

Gerne werden Schritte für Sonderfälle auch einfach ganz ans Ende der Anleitung getan. Wo man sie zu spät sieht. Ein schönes Beispiel ist etwa unser Geschirrspüler. Normalerweise steht so ein Gerät zwischen zwei Schränken. So sieht es auch die Anleitung vor. Dumm nur, wenn er am Ende der Küchenzeile stehen soll, wie in unserem Fall. Dann muss nämlich eine so genannte Deckseite angebracht werden, damit man nicht auf den Geschirrspüler schaut.

Die Information dazu, wie dies umzusetzen ist, steht leider ganz am Ende der Anleitung. NACHDEM man das Teil bereits im Schrank fixiert hat. Es müssen nämlich oben ein paar Winkel eingehängt werden. Die gehen da aber nur rein, so lange der Spüler noch nicht unter der Arbeitsplatte eingeschlossen ist. Man baut das Teil dann also wieder aus. Hätte man ja auch gleich sagen können.

So ging es mir leider an einigen Stellen. Ein schönes Beispiel sind auch die Schubladen. Die unterscheiden sich nämlich im Aufbau. Abhängig davon ob sie oben oder unten im Schrank eingebaut werden sollen.

Alles in Allem, nicht irre kompliziert, wenn man eben vorher weis was man machen muss.

Aber das ist gar nicht der Grund warum ich es mittlerweile ein wenig bereue, diesen Weg gegangen zu sein.

Der IKEA Service

Leider stellten wir schon am ersten Tag fest, dass sich einer der kleinen Schränke in der Kochinsel nicht aufbauen lässt. Einige Löcher waren an falscher Stelle gefräst.

Es ging dabei um einen schwarzen 40cm breiten Schrank, der zum Wohnraum hin offen ist. Dieser Satz enthält alles, was in den nächsten zwei Wochen schief gelaufen ist.

Erst einmal dachten wir uns nichts Böses. Ist zwar doof, dass der Schrank kaputt ist, aber wird ja nicht so ein Problem sein, das Teil zu tauschen.

Wir fuhren also zu IKEA. Zum Glück, und wie ich später feststellen durfte aussergewöhnlicher Weise, war es am Service Center leer. Wir kamen also schnell dran.

Problem erklärt und gezeigt. Und letztendlich sollte der Umtausch eingeleitet werden. Ich schreibe „sollte“ weil dies bei IKEA anscheinend komplizierter ist, also man so denken würde.

Zum einen, ist der Schrank nur aus dem Zentrallager lieferbar, weil er schwarz ist und nicht weiss. Das kann ich zwar so überhaupt nicht nachvollziehen, aber okay. Kann ich nicht ändern. Kurze Info, der Schrank kostet 22€.

Als nächstes, erkennt das System von IKEA die Postleitzahl von meinem Büro nicht. Es ist der festen Überzeugung, dass es die Postleitzahl nicht gibt. Die Anzahl an deutschen Postleitzahlen ist endlich. Wie es sein kann, dass bei IKEA nicht alle hinterlegt sind, ist mir ein Rätsel.

Nun gut, lassen wir es halt zu Ani schicken. Die Postleitzahl kennt das System. Yeah…

Ach ja, ich will natürlich nicht für die Fracht zahlen. Die würde nämlich 29€ kosten. Das „nullen“ geht irgendwie nicht. Wird aber noch gemacht. Okay… Ich glaube das mal.

Der aktuelle Kilometerstand für einmal zu IKEA und zurück: 80km.

Die erste Lieferung

Am vereinbarten Liefertag, rief dann aus irgendeinem Grund der Lieferservice bei mir an obwohl das Paket ja zu Ani geliefert werden sollte. Wir haben auch Ihre Nummer hinterlegt.

Sie würden dann so in 20 Minuten liefern. Etwas irritiert wegen des Anrufs fragte ich was und wohin. Das „Was“ stimmte. Nur die Adresse war falsch. Hermes war auf dem Weg zu unserer Wohnung. Hä? Wieso das denn? Wir haben im Zusammenhang mit der Küche, noch nie was in unsere Wohnung liefern lassen. Hm, na ja, vielleicht wegen Rechnungsadresse.

Zum Glück konnte ich spontan los, und das Paket entgegen nehmen. Auf dem Weg nach Hause, rief mich ein anderer Hermes Fahrer an und teilte mir mit, dass sie so in 40 Minuten in Altona wären.

Öhm… Okay, jetzt wurde es komisch. Haben die das jetzt korrigiert oder liefern sie doppelt? Das war auf jeden Fall eine andere Stimme. Na ja, erstmal nach Hause und gucken. Natürlich war niemand nach 20 Minuten da. Erst gut 50 Minuten nach dem Anruf kam ein großer Lieferwagen um die Ecke.

Ich hatte die ganze Zeit draußen gewartet weil die ja gleich da sein wollten. ^^ Ich fing die Beiden also vor der Haustür ab. Sie übergaben mir den Schrank und wollten 51€ von mir haben. Ähhh… Ich meinte dann, dass ich das nicht zahlen würde, denn zum einen sollte das gar nicht hier her geliefert werden und zum anderen ist es eine Nachlieferung bzw. Austausch. Sie meinten dann „OK, dann meldet sich jemand vom Service. Eine Unterschrift bitte“. Ich unterschrieb und konnte mit meinem Schrank abziehen.

Wieder im Büro angekommen erfuhr ich dann, dass der Schrank auch bei Ani im Büro angekommen ist. Sie musste übrigens nichts bezahlen. Hm…

Ich durfte den Schrank nun also zwei Mal abholen statt ihn ein mal geliefert zu bekommen.

Kilometerstand: 130km

Das Service Center rief übrigens ein paar Tage später tatsächlich an, um sich nach dem Schrank zu erkundigen. Der Mitarbeiter am Telefon meinte, er soll ein Inkasso auslösen, weil wir ja nicht bezahlt haben. Ich schildere ihm die Situation.
Da ich eine Front kaputt gemacht habe, muss ich eh noch mal zu IKEA, da kann ich den Schrank dann auch abgeben.

Ich frage mich, was passiert wäre wenn das nicht so wäre. Anscheinend ist es das Problem des Kunden, wenn eine Lieferung falsch läuft. Weis ich natürlich nicht. Klang nur so am Telefon.

Aufbautag

Voller Tatendrang wollte ich den nächsten Samstag nutzen, und den neuen Schrank aufbauen bevor IKEA aufmacht. Wenn der sich wieder nicht aufbauen lässt, habe ich ja zur not einen zweiten Reserveschrank. :-)

Ich packe den Schrank also aus und hole die Teile aus dem Karton. Irgendwas ist komisch… Wieso hat die Rückwand einen Knick? Oh wait… Ernsthaft?

Es ist tatsächlich der falsche Schrank. Wie vorhin erwähnt, wir haben einen 40cm breiten Schrank zurück gegeben. Was nun geliefert wurde ist ein 60cm breiter Schrank. Das passt nicht!

Wie zu erwarten war, ist auch der zweite Schrank ein 60er. Okay… Das geht ja gut weiter. Schon jetzt ist mir klar, dass das heute nix mehr wird mit der Küche. Das wird ja wieder eine Zentrallagerlieferung.

Zum zweiten Mal zu IKEA

Neben dem kaputten Schrank, musste ich leider auch noch eine Schublade austauschen. Das Spülbecken ist bei uns von unten in die Arbeitsplatte eingelassen. Das kann man bei der Bestellung direkt von IKEA machen lassen. Kostet ca. 50€ und sieht richtig gut aus.

Dumm nur, dass das in keinem Planer von IKEA berücksichtigt ist und das offensichtlich auch nirgendwo kontrolliert wird. Denn dadurch scheint das Spülbecken zu weit nach unten zu kommen.

Die Schublade passt nicht
Die Schublade passt nicht

Denn die Standardschubladen, die in einem Spülenschrank drin sind, passen dann leider nicht mehr. Die Rückwand der Schublade stößt am Ablauf an. Es gibt Schubladen in drei Höhen, Niedrig, Mittel und Hoch. Wir hatten die Mittelhohe. Wir mussten diese also gegen eine Niedrige tauschen. Das hätte auch echt nicht sein müssen.

Aber es nützt ja alles nichts. Ich will weiter kommen, also alles einpacken und ab zu IKEA.

Ich bin rechtzeitig for Ladenöffnung da. Dummheit meinerseits, ich habe meine Jacke nicht mitgenommen und vor allem nicht damit gerechnet draußen warten zu müssen. Ist dann doch ein bißchen kühl, bei minus 6 Grad.

Aufgrund asozialen Verhaltens einiger Mitmenschen ziehe ich die Nummer 10, weil ich mit meinem Wagen nicht schnell und wendig genug war. Außerdem war ich ein wenig steif aufgrund der Temperatur. Ich versuche die positive Seite der Wartezeit zu sehen. Ich kann ein wenig auftauen.

Wie auch immer, ich lande zufälliger Weise, bei der selben Service Mitarbeiterin wie schon beim ersten Austausch. Sie erkennt mich nicht sofort, erinnert sich aber, als ich was von nicht akzeptierter Postleitzahl sage. Schön, wenn man sich kennt. Macht das Erlebnis gleich viel persönlicher.

Ich präsentiere die Schränke. “Da ist wohl ein Fehler passiert” – Offensichtlich, ja.

Es wird kurzer Hand ein neuer Schrank bestellt und die beiden falschen zurück gegeben. Das Inkasso konnte ich somit gerade noch einmal abwenden. *puh*

Dieses Mal geht es sogar schnell. Es ist Samstag, Montag kommt der Schrank auch schon. Dieses Mal sogar an die richtige Adresse. Das System kennt die Postleitzahl jetzt.

Man kann in dieser Welt also tatsächlich noch eine Veränderung zum Besseren bewirken. Das stimmt mich froh.

Dann noch die unpassende Schublade und ein paar andere Teile von denen ich nicht weis wo sie hin sollen, zurück geben. Ich bekomme eine Guthabenkarte.

Nebenbei erwähne ich, dass ich mittlerweile fast 200km für diesen Schrank gefahren bin. Ein Umstand der mich nicht so froh stimmt, wie die nun gültige Postleitzahl.

Als kleine Entschädigung bietet sie mir Essensgutscheine an. 2x mal Frühstück, 2x Mittag. Hm… Jedes Mal wenn ich bei IKEA was esse, bereue ich es kurze Zeit später (oder währenddessen). Die Dinger haben also nur so bedingt Wert für mich.

Sie kann mir auch die Kilometer vergüten. Das wären dann 6€ O_o – Hat sie 20 statt 200 verstanden?

Ich entscheide mich für die Gutscheine und beschließe das später noch mal an eine höhere Stelle zu eskalieren.

Wegen der Schubladen im Spülenschrank, soll ich doch mal in der Küchenabteilung fragen. Och nööö… Es ist Samstag und IKEA voll von Familenausflügen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der “Kundenservice” 100% auf Rückgaben und Reklamation ausgelegt ist. Wirklich mit den Artikeln helfen können die nicht.

In der Küchenabteilung klage ich am „Empfang“ mein Leid. Ich zeige Bilder und versuche an Beispielen zu erklären. Die gute Frau schaut mich verwundert an. Ist wohl noch zu früh. Ich frage schließlich was ich tun soll. Nehme ich eine niedrigere Schublade oder gibt es andere Lösungen.

Nee, niedrigere Schublade. Okay, dann hätte ich gerne eine. Das müsste ich beim Einzelteileschalter bestellen. Hm, wusste bis eben gar nicht, dass es sowas gibt. Aber man lernt ja nie aus.

Ich also rüber zum Einzelteilestand. Schublade ist kein Problem. Ist sogar vorrätig. Na Mensch, wenigstens ein Erfolg.

Ach ja, und dann brauche ich noch eine neue Front für den Geschirrspüler. Öhm, die Front haben wir nicht mehr. Die Serie geht aus dem Programm!

Jetzt stehe ich mit großen Augen da.

Ich so: „Nicht dein ernst?“
Sie so: „Doch“
Ich: „Doof!“
Sie: „Glaub ich“
Ich: „Das wusstet ihr vor nem Monat noch nicht?“
Sie: „Nee, wir sehen das auch erst wenn die Zettel da hängen.“
(Ist ja schlimmer als bei Apple hier)
Ich: „Und nu?“
Sie: „Ich würde noch ein paar Fronten aus Vorrat kaufen. Sind auch im Angebot.“
Ich: „Nee lass mal.“
Sie: „Du kannst zwei Schubladen-Fronten nehmen und die zusammen schrauben.“
Ich: „Super, nehm ich. Brauche ich da noch Verbindungsmaterial?“
Sie: „Das weis ich nicht, musst du im Service fragen“

Ich frage mich, wo ich den Passierschein A-38 bekomme. Ich schreie und weine in mich hinein.

Natürlich ist die Kasse mittlerweile absurd voll. An der Express-Kasse ist leider nicht so viel „express“ aber ich bin innerlich abgestumpft und nehme meine Umwelt nur noch Schemenhaft wahr.

Der Aufpasser an der Kasse fragt mich ob ich weis wo die Warenausgabe ist. Ich lächle, „Ja, danke“ – Ich will nach Hause.

Auf dem Weg zur Warenausgabe werde ich von der freundlichen Service Mitarbeiterin abgefangen. Sie musste den Auftrag noch mal stornieren. Die Lieferung kommt jetzt am 1. Februar. Sie vermeidet es ganz offensichtlich zu erwähnen, dass das zwei Tage später ist als vorhin vereinbart. Aber wir kennen uns ja schon länger.  Kann passieren. Ich nehme es ihr nicht übel.

Ich warte auf meine Ausgabenummer. Das ging erstaunlich schnell.

Meine Kontaktperson beim Service ist weg. Ich werde also doch eine Nummer ziehen müssen. Oh je, dass wird dauern. Was nun? Warten? Essen? Mir kommt kurz in den Sinn, das bei dem Trubel es bestimmt niemand merkt wenn ich oben in der Ausstellung einen schwarzen 40er Schrank ausbaue.

Ich verwerfe den Plan als ich merke, dass ich kein Werkzeug dabei habe. Mir fehlt auch ein Plan um das Teil unbemerkt raus zu bekommen.

Also doch zum Hot-Dog Stand. Ich entscheide mich instantan dagegen. Zu viel Schreien, zu viel Hektik und vor allem zu viel Hot-Dog.

Ich bringe erstmal meine Schublade und die Fronten zum Auto.

Als ich zurück komme, bin ich auch schon fast dran. Hey, der junge Mann kennt sich aus. Er weiss sofort wie das „Vebindungsdingsie“ heisst. Er hat heute seinen Großzügigen und macht die Bestellung gleich fertig. Ich muss auch nicht noch mal extra hoch in die Küchenabteilung. Dann hätte ich ihn aber auch an seinen Kotletten über den Tressen gezogen.

Was ich aber trotzdem machen muss, ist an der Warenausgabe warten. 15 Minuten später halte ich meine Verbindungsschiene in den Händen.

Kaum 1,5 Stunden nach betreten des Einrichtungshauses, bin ich auch schon wieder auf freiem Fuss. Es fühlt sich nicht wie ein Sieg an.

Wieder im Haus angekommen, baue ich die Schublade auf. Die passt und geht zu. Ein paar Freudentränen laufen mein Gesicht herunter.

Das war das erste positive Erlebnis des Tages. Nein, dass stimmt nicht. Kurz vorher habe ich mein gesamtes Bargeld in Fett von Mc Donalds umgesetzt. Das war auch ganz geil.

Die Kochinsel

Auch ohne Schrank musste ich mit der Kochinsel endlich mal weiter kommen. Den Schrank kann ich ja am Ende ganz einfach an seine Position schieben. Eine Überzeugung die ich bestimmt nicht bereuen werde.

Mein Nachbar schließt mir das neue Herdanschlusskabel an. Dieses mal ist es lang genug. Er erzählt dabei seine Geschichte zur gerade aufgebauten IKEA Küche. Wir beschließen uns demnächst mal zu betrinken.

Ich kann endlich anfangen die Schränke auszurichten. Das ist viel schwieriger als an der Wand. Da der erste Schrank frei im Raum steht und leicht verrutscht. Beim vierten Anlauf beschließe ich, dass es so gut genug ist. Ich habe keine Lust mehr.

Alle Schränke der Kochinsel stehen. Also „Alle“ bis auf einen. Sie sind fixiert und verschieben sich auch nicht mehr.

Zeit die Arbeitsplatte zu platzieren. Ich wuchte das Teil auf die Schränke. War doch schwerer als erwartet. Das wird sich bestimmt noch rächen.

Aber entgegen aller Annahmen, passt die Platte ganz gut. Nix wackelt und liegt ganz gut an der Wand an. Zeit, dass Kochfeld einzubauen.

Ich messe, zeichne und messe noch mal.

AHA! Gut das ich noch mal gemessen habe. Links und Rechts habe ich einen Zentimeter zu viel angezeichnet. Das wäre echt mal doof gewesen. Aber Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Ich zeichne neu an, bin ja nicht blöd.

Als nächstes bohre ich die Löcher für die Stichsäge.

Loch 1 – Check
Loch 2 – Check
Loch 3 – Check
Loch 4 – Mooooooment

Wieso habe ich jetzt eigentlich an den äußeren Linien gebohrt? Wait a second…

FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU

Ich Trottel habe (vermutlich) die Arbeitsplatte zerstört. Dieser Tag wird besser und besser.

Hoffentlich passt das
Hoffentlich passt das

Wenige Minuten Schreien später, denke ich mir, dass es nun auch egal ist. Ich säge das dumme Loch jetzt aus und gucke mal wie es aussieht.

Glück gehabt. Das Kochfeld deckt die Löcher zu 100% ab. Wenn es jemand merkt werde ich sie als Beschleunigungslöcher deklarieren.

Jetzt noch eben das Seitenteil der Insel sägen und dann Schluss für heute. Bevor ich noch mehr kaputt mache. Habe ich schon erwähnt, dass ich keine Lust mehr habe?

Die fertige Kochinsel
Die fertige Kochinsel

Der letzte Schrank

Endlich kam nun der letzte Schrank an. Dieses Mal kam sogar der Richtige. An die richtige Adresse! Was ist denn da los?

Natürlich wollten Sie wieder Geld von mir. Ich bin beruhigt. Wenn das Alles wie geplant gelaufen wäre, hätte mich das aber echt aus der Bahn geworfen. Ich bezahle wie gewohnt nicht. Bin gespannt ob sich jemand meldet. Ich lasse es drauf ankommen. Wenn nicht, wird das meine zukünftige Strategie für Einkäufe bei IKEA. Einfach weigern zu bezahlen.

Widererwarten lässt sich der Schrank tatsächlich aufbauen einfach so an seine finale Postion schieben und fixieren. Wer hätte das gedacht.

Ich packe die Einlegeböden aus. Sie sind kaputt…

Zu diesem Zeitpunkt schockiert mich das gar nicht mehr. Ich nehme die Situation einfach so hin.

Alle Schränke sind da
Alle Schränke sind da

Dann baue ich halt noch die Griffe an. Alles in Ordnung, bis auf einen. Da bricht das Gewinde ab. Ich fühle nichts.

Zum dritten Mal bei IKEA

Wir fahren erwartungslos zu IKEA. An einem Samstag Nachmittag! Uns ist alles egal.

30 Minuten (oder so) warten wir auf den Service. Wir bekommen eine Gutschrift und sollen uns in der Küchenabteilung melden. Hm komisch. Aber okay.

Stellt sich raus, das war falsch. Wenn wir da die Einlegeböden bestellen kostet es Fracht das natürlich eine Zentrallagerlieferung ist. Wir müssen das im Service klären. Ach, lasst mich doch alle in Ruhe!

Wegen 5€ Einlegeböden stelle ich mich jetzt nicht wieder beim Service an. Das ist mir zu blöd.

Wir verteilen nun die anderen beiden Böden.

Ich habe keinen Bock mehr auf IKEA!

ENDE!

14 Gedanken zu „IKEA war so eine halb gute Idee“

  1. „Nicht mehr im Programm“ ist halt ein echtes Problem, da Ikea Küchen bei vielen kleinen Details die Küchen vom Standard abweichend baut damit man sie eben nicht mit anderen Kombinieren kann…

    Da Ikea Küchen auch schon Jahre nicht mehr günstig sind und selbst der Küchenfachhandel – inkl. Aufbau und Service – nur 20-25% teurer ist (wenn du nicht die goldenen Wasserhähne willst) habe ich mich vor IKEA Küchen bisher erfolgreich gewehrt.

    Schön ist die trotzdem geworden.
    Genießt das Ergebnis !

    Grüße

    1. Danke. Ich empfand es trotz allen Ärgers aber trotzdem als recht befriedigendes Ergebnis. Das ich es geschafft habe, dass Teil zu einem wenigstens im Groben, ansehnlichen Ergebnis zu führen.

      Und ich habe dadurch ne coole neue Säge! :-D

  2. Puhh… das klingt ja nach einer Odyssee :(
    Aber das Ergebnis ist echt schick geworden, eine tolle Küche :)

    P.S. Fehlt in der Ecke noch eine dunkle Verkleidung oder bleibt das da weiß?

  3. Was wäre ein Hausbau, wenn nicht jeder Häuslebauer mindestens eine so eine Geschichte hätte? Wahrscheinlich zu langweilig ;)

    Bei uns betrifft die Geschichte Strom und Telefon :)

    Huaba

  4. Ja, bei Ikea ist man preislich zwar (meist) gut dran, aber die Qualität (auch die vom Service -.-) lässt doch extrem zu wünschen übrig. Inzwischen spare ich lieber etwas länger und gönne unserem Zuhause dann ein paar Designerstücke aus einem richtig hochwertigen Laden.

  5. FINGER WEG von IKEA-Küchen!!! 1.5 Jahre Baustelle, 10 Urlaubstage verschwendet, 4 Montage-Termine, 2 Planungstermine, 2 Vermessungstermine, kaputte Elektrogeräte, unzählige Emails und Telefonate… Küche immer noch nicht mangelfrei, NULL Service, NULL Entschädigung, NUR Ärger!!!

    Ich ziehe nach knapp zwei Jahren aus meiner Wohnung wieder aus – IKEA (https://www.ikea.com/de/de/store/muenchen_eching/) hat es immer noch nicht geschafft, die Küche fertigzustellen – ich habe hier bis zum Schluss in einer Küchenbaustelle mit zerbrochenen, verschnittenen Arbeitsplatten, herausfallendem Ofen, Lücken in den Schränken, defekten Elektrogeräten und undichten Spülbecken gelebt! Zusätzlich bleibe ich auf 300€ TV-Reparaturkosten sitzen, da bei der Montage des defekten Herds UND defekten Ofens ca. 5x die Sicherung herausgeflogen ist, woraufhin das TV-Mainboard durchgeschmort war.

    Immer zu wurde mir während den 1.5Jahren Entschädigung versprochen, bis ich diese tatsächlich einfordern wollte. Z.B. wurde mir von der Sachbearbeiterin Frau Sandra H. (Kundenservice
    IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, Niederlassung Eching) die Option zum Rücktritt vom Kaufvertrag in einer Email zugesagt wegen Mangelbeseitigungskosten i.H.v. ca. 1.400€, d.h. 38% des Kaufpreises (“Es steht Ihnen natürlich auch frei vom kompletten Kaufvertrag zurück zu treten.“ Email von Sandra H. vom 19.09.18). Als ich eine Wochen später dies in Anspruch nehmen wollte, wurde der Rücktritt wieder verweigert (“Zu dem handelt es sich um kleinere (juristisch „unerheblichere“ ) Abweichungen zur vereinbarten Beschaffenheit, weshalb Ihr Mandant kein Rücktrittsrecht hat und auch nur eine geringere Kaufpreisminderung angemessen ist, wir halten hier eine Minderung von 5 % des Kaufpreises der Küche für angemessen. ” Email von Sandra H. vom 27.09.18). Die von IKEA selbst veranschlagten 1.400€ Kosten für Mangelbehebung sind dann auf einmal “juristisch unerheblich”?!?! Diese kundenverachtende Zermürbungsstategie von IKEA-Kundenservice ist absolute unter der Gürtellinie!

    Ich bin mittlerweile trotz Anwalt resigniert, weil ich die Wohnung an den Nachmieter übergeben muss – die angebotenen 91€ Wertminderung habe ich ausgeschlagen und bleibe auf meinen Mängeln und Reparaturkosten sitzen. Viele ärgerliche Details habe ich in dieser Zusammenfassung nicht erwähnt. Sollte jemand trotzdem noch eine IKEA-Küche bei IKEA kaufen wollen, hier mein Terminrückblick/Montageverlauf, den sie/er sich einplanen sollte:

    – 11.05.2017 1.Vermessungstermin vor Ort: normal
    – 15.05.2017 1.Planungstermin bei IKEA: normal
    – 12.06.2017 1.Montagetermin vor Ort: Planungsfehler (Aufmaß falsch übernommen), defekte Küchengeräte, kaputter TV, Schranklücken, keine Arbeitsplatte
    – 13.06.2017 2.Planungstermin bei IKEA: komplette Umplanung wg. 40cm Ablesefehler im Aufmaß
    – 28.06.2017 2.Montagetermin: falsche Teilelieferung, zerkratzte, falsch zugeschnittene Arbeitsplatte, zerbrochene Rückwand
    – 04.07.2017 2.Vermessungstermin: neues Aufmaß für Arbeitsplatte
    – 13.11.2017 3.Montagetermin: Arbeitsplatte um 5cm zu schmal geliefert
    – 02.06.2018 4.Montagetermin: Arbeitsplatte um 2cm zu breit geliefert & 2cm zu kurz
    – ca. 12 sich wiederholende Hotline-Telefonate (immer länger als 30min) inkl. Warteschleife
    – 10 VERSCHWENDETE URLAUBSTAGE
    – 26 Email rein für die Koordination des Kücheneinbaus
    – 43 Email mit IKEA “Kundenservice” für die mislungene “Schadensregulierung”
    – 300€ Kolateralschaden
    – NULL Entschädigung (91€ wurden mir angeboten, die ich ablehnte)

    Fazit: NIE WIEDER IKEA!!!!!

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